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Zeitnahe elektronische Leistungserfassung - Mobile Datenerhebung im Trend

Hamburg. Zeitersparnis heißt das große Ziel. Gerade im Bereich der Leistungserfassung erhoffen sich Verantwortliche in der stationären Altenpflege durch den Einsatz elektronischer Dokumentationsinstrumente große zeitliche Einsparungen. Leistungen können elektronisch schnell in Komplexen abgezeichnet werden, womit die durchschnittlich 20-25 Handzeichen pro Bewohner obsolet werden. Um diesen Effekt zu forcieren, werden zunehmend neue Hardwarekomponenten in diesem Segment eingesetzt.

Doch Technik allein bringt keine Lösung. Denn zunächst. stellt sich die Frage: Was heißt "zeitnah" und was wird in diesem Zusammenhang tatsächlich von den Einrichtungen verlangt? Antworten auf diese Fragen geben die "MDK Anleitung zur Prüfung der Qualität nach § 112 und § 114" und die "Grundsatzstellungnahme Pflegeprozess und Dokumentation" des MDK. Denn gerade nach diesen Vorgaben werden Prüfungen vor Ort durchgeführt, weshalb sie derzeit den entscheidenden normativen Charakter setzen.

Softwareanbieter im Gesundheitswesen unterstützen eine große Palette einsetzbarer Hardware. Angefangen von häufig im ambulanten Bereich eingesetzten PDAs (Personal Digital Assistant), über Barcode-Scanner, TabletPCs, Smartphones (internetfähige Mobiltelefone mit großem Display und zunehmend auch TouchScreen-Bedienung), dem elektronischem "DokuStift" bis zu TouchScreen-Monitoren in den Wohnbereichen. Angesichts dieser Auswahl stellt sich dem Entscheider vor Ort die Frage, welche Möglichkeit für ihn, seine Mitarbeiter und unter Berücksichtigung der baulichen Voraussetzungen in Frage kommt.

Die Antwort auf diese Frage wird letztlich jede Einrichtung für sich treffen. Auf Grund der langen Erprobung im ambulanten Bereich werden PDAs sicher oft in der engeren Wahl sein. Jedoch treffen diese häufig auf Widerstand bei Pflegenden, da die Geräte überwiegend klein sind, die Informationsdichte auf dem Display hingegen sehr groß und sie daher sehr präzise (ggf. mit einem extra Stift) bedient werden müssen. Außerdem überleben die Geräte Stürze meist nicht unbeschadet, und es entstehen durchaus nicht zu unterschätzende Reparatur und Ersatzgerätkosten.

Weniger Ausfall- und Reparaturkosten entstehen bei den zunehmend im Einsatz befindlichen TouchScreen-Monitoren, die gerade für die Leistungserfassung und als schnelles Informationsmedium im Wohnbereich eingesetzt werden. Hierbei sind allerdings hardwareseitig vor allem die Anschaffungs- und Vernetzungskosten vor Ort in die Investitionsplanung mit einzubeziehen. Nicht vergessen werden soll natürlich das bewährte Notebook, das bei entsprechendem Einsatz mit einem Pflegearbeitswagen, einem möglichen Zusatzakku und einer entsprechenden Anbindung an die zentrale Datenbank des Servers sehr wohl als mobiles Dokumentationsmedium eingesetzt werden kann.

Hier hat der User eine vollwertige Tastatur und einen adäquaten Bildschirm zur Verfügung. Insgesamt darf man aber nicht vergessen, dass diese Hardwarekomponenten in aller Regel ausschließlich für die Leistungsnachweise genutzt werden. Hierunter fallen auch die Eingabe von erfassten Vitalwerten, abweichende Leistungen, Bewegungs- und Lagerungsprotokolle, Ernährungs- und Flüssigkeitsprotokolle, vielleicht noch Wunddokumentation und Miktionsprotokolle orientiert an den aktuellen Expertenstandards in der Pflege.

Die gesamte Planung der Leistungen, die Pflegeprozessplanung also, wird nicht an diesen Geräten gemacht. Sie stellen also eine bloße Ergänzung des Leistungsumfangs der jeweiligen Software dar. Als wesentlich wichtiger stellt sich also die dahinter liegende Basissoftware heraus, auf der unbedingt das Hauptaugenmerk liegen sollte. Diese muss über eine einfach zu bedienende Benutzeroberfläche (GUI) verfügen, den Pflegeprozess logisch darstellen und allen aktuell rechtlichen Anforderungen Rechnung tragen.

Ob und in welchem Umfang Einrichtungen für zusätzliche mobile Leistungserfassungsgeräte investieren wollen, wird sich zukünftig zeigen. Die zu erwartende Zeitersparnis bei mobiler Leistungserfassung weist den Weg in die Zukunft. Der aktuelle IT-Report für die Sozialwirtschaft 2008/2009 zeigt die Investition in mobile Datenerfassung als einen deutlichen Trend der nächsten Jahre auf. Die Pflegelandschaft will also weiter mobilisieren. 

INFORMATIONEN www.standardsysteme.de

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